Presse

Neuer Vorstand und konstruktive Gespräche mit den Straßenfestverantwortlichen

Nach einem Jahr, in der die Vereinsjungendarbeit ein weiteres Mal durch die Pandemie geprägt war, fand nun schon zum zweiten Mal die Mitgliedervollversammlung des Stadtjugendrings digital statt. Bei den Vorstandswahlen kam es dieses Jahr zu starken Veränderungen.
Nach 4 Jahren als Vorsitzender haben sowohl Markus Schildknecht als auch Selina Häußer (stllv.) nicht erneut kandidiert. Als neuer Vorsitzender wurde Julian Gilke von den Jusos Backnang gewählt. Unterstützt wird er von Katharina Schildknecht (Junge Europäische Föderalisten)
als stellvertretende Vorsitzende. Verstärkt werden die Beiden von Amelie Schneider (Junge Union) als Finanzreferentin und Pascal Weber (JUZE Backnang) als Pressereferent sowie den gewählten Vorstandsbeisitzern Moritz Herzog (Junge Union), Melike Nüßle (JUZE Backnang), Markus Schildknecht (Ministranten St. Johannes), Felix Knietsch (Ministranten St. Johannes) und Andreas Schildknecht (Ministranten St. Johannes).

Herr Gilke sagte nach seiner Wahl, man möchte im kommenden Geschäftsjahr Schwerpunkte auf die Herausforderungen, die sich durch die Coronapandemie für Mitgliedervereine ergeben haben, setzten. Des Weiteren liege ein Fokus auf der Organisation der Jugendmeile und des Kindertreffs beim nach zweijähriger Coronapause hoffentlich wieder stattfindenden Backnanger Straßenfest.
Über das Straßenfest gesprochen wurde an der Mitgliederversammlung jedenfalls bereits intensiv, den als Gäste waren auch Kulturamtsleiter Johannes Ellrott sowie Sanoj Abraham als Leiter des Festivalbüros geladen. Diese stellten ihr Konzept für das Backnanger Straßenfest mit Fokus auf die Backnanger Vereine vor. Teil dieses Konzeptes ist unter anderem, dass die Jugendmeile sowie der Kindertreff zum Großteil in ihrer bisherigen Form erhalten bleiben sollen. Es folgte ein angeregter und konstruktiver Austausch mit den anwesenden Mitgliedsvereinen, die entweder, wie das Juze Backnang, maßgeblich an der Jungendmeile beteiligt sind oder auch durch Stände auf dem allgemeinen Straßenfest vertreten sind. Die Ergebnisse des Austausches sowie das Werben für eine direkte und offen Kommunikation von Abraham und Ellrot wurden von den Vereinen sehr positiv aufgenommen.

 

Backnanger Kreiszeitung

Stadt & Kreis   09.06.2018

Was wollen die jungen Backnanger?

Wie leben junge Menschen in Backnang? Was gefällt ihnen und was vermissen sie hier? Das wollen Stadtverwaltung und Stadtjugendring mit einer Online-Umfrage herausfinden, die im Juli beginnt. Knapp 7000 Personen im Alter zwischen 12 und 27 Jahren sind aufgerufen, ihre Meinung zu sagen.

 

Ein Skatepark steht auf der Wunschliste einiger Jugendlicher ganz oben.
Ob sie damit für die Mehrheit sprechen, soll die geplante Umfrage zeigen. 

 

Von Kornelius Fritz

BACKNANG. Was sich Jugendliche und junge Erwachsene wünschen, können Kommunalpolitiker oft nur erahnen. Denn im Gemeinderat ist diese Altersgruppe nicht vertreten, und auch die gewählten Jugendvertreter erreichen nur einen kleinen Teil ihrer Altersgenossen.

Deshalb wollen Verwaltung und Stadtjugendring nun erstmals seit 2005 wieder alle jungen Backnanger befragen. „Es geht uns darum, eine Idee zu entwickeln, was Jugendliche in ihrer Freizeit machen, ob sie zufrieden sind und wo sie Bedarf sehen“, erklärt Regine Wüllenweber, Leiterin des Amts für Familie, Jugend und Bildung. Der Stadtjugendring hat dafür einen Fragebogen entwickelt, den die jungen Leute ab Juli – das genaue Datum steht noch nicht fest – anonym und online ausfüllen können. Neben persönlichen Angaben wie Alter, Geschlecht und Stadtteil sollen sich die Befragten zu ihrem Freizeitverhalten äußern. Sind sie in Vereinen aktiv? Besuchen Sie einen Jugendtreff? Welche Bedeutung haben Internet und Videospiele? Gefragt ist zudem ihre Meinung zu Backnang: Leben die jungen Menschen gerne hier? Wie zufrieden sind sie mit den Freizeitangeboten? Was gefällt ihnen in der Stadt und was sollte man ganz schnell ändern? Insgesamt sind es 15 Fragen, und mehr sollten es auch nicht sein, meint der Vorsitzende des Stadtjugendrings, Markus Schildknecht. Sonst bestehe die Gefahr, dass viele nicht mitmachen, weil ihnen der Aufwand zu hoch ist.

Denn das Ziel der Initiatoren ist, dass sich möglichst viele junge Backnanger an der Umfrage beteiligen. Deshalb will die Stadt auch alle knapp 7000 Bewohner zwischen 12 und 27 Jahren persönlich anschreiben. Mit diesem Brief erhält jeder einen individuellen Code, den man braucht, um sich zur Online-Abstimmung einzuloggen. So wird verhindert, dass Teilnehmer mehrfach abstimmen. Von den Ergebnissen der Umfrage erhofft sich Regine Wüllenweber Hinweise darauf, welche Projekte aus Sicht der Jugendlichen Priorität haben. So setzt sich etwa Jugendvertreter Luca Weik für den Bau eines Skateparks in Backnang ein. Aber steht tatsächlich eine Mehrheit der Jugendlichen hinter diesem Wunsch? „Vielleicht gibt es ja auch andere Themen, von denen wir noch gar nichts gehört haben“, sagt Wüllenweber. Gespannt ist die Amtsleiterin auch auf die Antworten auf die Frage, ob die jungen Menschen das Gefühl haben, dass sie in Backnang an Entscheidungen, die sie betreffen, ausreichend beteiligt werden.

Bei den Stadträten, denen die Pläne diese Woche im Sozialausschuss vorgestellt wurden, stößt die Umfrage nicht auf ungeteilte Begeisterung. Die Ergebnisse seien „erwartbar“, kritisierte Eric Bachert (Bürgerforum Backnang). Er hätte sich noch andere Fragen gewünscht, etwa danach, in welche Städte es junge Backnanger zieht. Ingrid Beerkircher (CDU) sieht die Gefahr verfälschter Ergebnisse: Bei einer solchen Umfrage würden vor allem diejenigen mitmachen, „die sowieso schon in Backnang aktiv sind“. Regine Wüllenweber verwies indes auf die positiven Erfahrungen in Maubach: Dort sei die Beteiligung bei einer ähnlichen Befragung sehr erfreulich gewesen, die Ergebnisse auch: „Es hat sich gezeigt, dass die meisten Jugendlichen zufrieden waren und gar keine großen Wünsche hatten.“ Ob das auch für die gesamte Stadt gilt, werden wir im Herbst erfahren. Dann sollen die Ergebnisse der Jugendbefragung vorliegen.